Warnung: Ein starker Allergieauslöser ist Beifußblättriges Traubenkraut

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Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)

Das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), auch Ambrosia, Beifuß-Ambrosie, Traubenkraut, Aufrechtes Traubenkraut, Wilder Hanf genannt, ist ein  Korbdlütler (Asteraceae). Ambrosia keimt im Frühjahr bis Sommer und ist einjähriges Unkraut. Der Pollen, aber auch der Hautkontakt mit dem Blütenstand, kann heftige  Allergien auslösen.
Die krautige Pflanze wird bis 1,5 m hoch. Sie hat faserige Wurzeln. Der behaarte Stängel ist reich verzweigt. Die unten gegenständigen, oben wechselständigen Blätter sind meist doppelt fiederteilig. Eine blühende Pflanze hat weibliche und männliche Blüten in getrennten Blütenständen. Mehrere Dutzend männliche Blütenkörbchen stehen in dichten, blattlosen, etwa 20 cm langen, traubigen Blütenständen am Ende des Stängels und der Seitenzweige. Die Blütenkörbchen enthalten ungefähr 5 bis 15 gelbliche Röhrenblüten. Die männlichen Blütenkörbchen besitzen eine kahle oder schwach behaarte Hülle.  Die weiblichen Blütenkörbchen befinden sich in Knäueln in Blattachseln unter den männlichen Blütenständen. Die Blütenkronblätter der weiblichen Blüten sind ohne Lupe nicht zu erkennen.  Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober.
Pro Pflanze können bis zu einer Milliarde Pollen produziert werden. Außerdem können 3.000 bis 60.000 Samen entstehen, die bis zu 40 Jahre lang keimfähig bleiben können.





Verbreitung:

Das Beifußblättrige Traubenkraut ist ein Neophyt, der in Nordamerika beheimatet ist und von dort unbeabsichtigt nach Europa kam (bei Hamburg). Aus anderen Teilen Deutschlands häufen sich in den letzten Jahren Fundmeldungen. Heute befinden sich besonders im Südwesten und Osten (Lausitz) sowie in einigen Städten wie Berlin größere Bestände. Die derzeit bevorzugten Lebensräume sind Gärten, Ruderalflächen, Äcker und Schnittblumenfelder, außerdem landwirtschaftliche Stilllegungsflächen, Baustellen sowie Straßen- und Wegränder.
In der Schweiz (Melde- und Bekämpfungspflicht) trat die Art im Ersten Weltkrieg erstmals auf. Mittlerweile ist sie in Südosteuropa weit verbreitet.
Als Ruderalpflanze wächst sie besonders auf gestörten Böden, so beispielsweise an Straßenrändern, in Kiesgruben, an Bahndämmen, auf Baustellen und Schutthalden. Die häufigsten Wuchsorte sind aber Gärten, besonders unter Vogelfutterplätzen, weil mit Ambrosia-Samen verunreinigtes Vogelfutter der Haupteinfuhrweg ist. In einer Untersuchung des Verbrauchermagazins Ökotest aus dem Jahr 2007 waren nur drei von 18 Vogelfutterprodukten frei von Ambrosia-Samen.
Allergie-Auslöser:

Die Pollen des Traubenkrauts gehören zu den stärksten Allergie-Auslösern. Bereits ab sechs Pollen pro Kubikmeter Luft reagieren empfindliche Personen allergisch, ab elf Pollen je Kubikmeter wird von einer starken Belastung gesprochen (zum Vergleich: bei Gräserpollen wird eine Konzentration von mehr als 50 Pollen pro Kubikmeter als starke Belastung bezeichnet). Die unbehandelte Allergie kann allergische Reaktionen der Augen und der Atemwege auslösen und im schlimmsten Fall auch zu Asthma führen. Der späte Blütezeitpunkt der Ambrosia von Juli bis Oktober bedeutet eine zusätzliche Belastung der Pollenallergiker durch eine Verlängerung der Pollensaison, wenn Gräserpollen nur noch in geringen Mengen fliegen.
Kreuzreaktionen mit Goldrute, Sonnenblume, Kamille, Arnika und anderen Korbblütlern sind möglich. Das bedeutet, dass durch Pollen des Traubenkrautes auch die Pollen der genannten Korbblütler allergisch wirken können.

Nicht blühende Pflanzen entfernen und kompostieren. Entfernen Sie möglichst alle Pflanzen vor Blühbeginn.
13.7.2012 G. Becker, Garten 2